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VORRA (DB1) - Im Rahmen des regulären Übungsbetriebes veranstaltete die FF Vorra am 26.03.1999 eine Gemeinschaftsübung mit der BRK Bergwachtbereitschaft Lauf und dem ASB Velden. Ausgangslage war ein schwerer Verkehrsunfall auf einer relativ stark befahrenen Ortsverbindungsstraße. Neben der Straße verläuft ein bis zu 8 m tiefer, zum Teil wasserführender Graben. Ein mit 2 Personen besetzter PKW kam von der Straße ab und stürzte ca. 6 m tief in den Graben. Eine Person wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und blieb vor dem Fahrzeug liegen, die andere Person wurde auf der Fahrerseite im PKW eingeklemmt. Beide Personen waren ohne Bewußtsein, eine Person hatte Atemstillstand. Bei beiden Verunglückten mußte von Mehrfachverletzungen ausgegangen werden, mindestens eine davon lebensbedrohlich (Polytrauma). Alarmierung: Die Feuerwehren Vorra, Alfalter und Artelshofen sollten über Funkmeldeempfänger mit der Durchsage "Schwerer VU zwischen Vorra und Stöppach, eine Person eingeklemmt" alarmiert werden. Trotz vorheriger Absprache war die Nachalarmierungsstelle zum Zeitpunkt der Übung nicht besetzt, so daß sich anfangs etwas Probleme bei der Verständigung der Feuerwehren ergaben.
Den ersten Einsatzkräften bot sich ein sehr realistisch dargestellter Unfall, der auf den ersten Blick nicht als Übung erkannt werden konnte. Durch die Dunkelheit bedingt hatte nach der Absicherung der Einsatzstelle die Ausleuchtung oberste Priorität. Der Angriffstrupp, der ohne Abstiegshilfe an die Verunglückten herankam, übernahm die Erstversorgung der Verletzten. Weitere Kräfte mußten über Steckleiter und mit Leinen gesichert zu dem verunglückten PKW vorrücken. Sie brachten Brechwerkzeug, Notfallkoffer mit Beatmungsbeutel, Feuerlöscher und Decken zu den Verunfallten. Zwischenzeitlich wurde zur Sicherung ein C-Rohr vom Fahrzeugtank der FF Alfalter zur Unfallstelle vorgenommen. Die Bergwacht Lauf wurde vom ca. 8 Minuten später eintreffenden Rettungsdienst (ASB Velden) über die Rettungsleitstelle Nürnberg alarmiert. Diese traf etwa 10 Minuten später mit 2 Fahrzeugen und 10 Bergrettern an der Unfallstelle ein.
Fazit: Eine sicher nicht alltägliche, aber überaus erfolg- und lehrreiche Übung, die jedoch in unserem Gelände jederzeit zu einem Einsatz werden kann, bei dem alle beteiligten Einsatzkräfte weit über das normale Maß gefordert werden. Ohne die Bergwachtbereitschaft Lauf wäre ein so schonender Transport auf die Straße wohl unmöglich gewesen. Eine Drehleiter könnte an dieser Stelle nicht eingesetzt werden. In unserem Fall war auch die Verkehrsführung durch Vorra sowie der geringe Platz an der Einsatzstelle ein Problem. Eine Unterführung mit nur 2 m Durchfahrtshöhe auf der ausgeschilderten Straße war für keines der eingesetzten Fahrzeuge passierbar. Die Aktiven der FF Artelshofen leiteten die Fahrzeuge um. Vor allem die Bergwacht, die bei Ihren sehr großem Einsatzgebiet nicht immer über die nötige Ortskenntnis verfügt, benötigt hier die Hilfe der Feuerwehr. Auch die schon oft angesprochene Kennzeichnung der Führungskräfte der jeweiligen Organisationen wäre sicher zum Problem geworden, hätten wir uns nicht alle persönlich gekannt. Zuguterletzt möchte ich mich bei allen Mitwirkenden, die zu dem sehr großen Erfolg dieser sehr arbeitsintensiven Übung beigetragen haben, bedanken. Auch unserer "Fotografin" Andrea Leiber, die sehr aussagekräftige Bilder gemacht hat und dem KFV Online-Team, das uns in Sachen Internet sehr behilflich war, gilt unser herzlichster Dank. Wer weiteres Interesse hat, mehr Bilder sehen will oder Infos zur Bergwacht braucht, wendet sich an die Feuerwehr Vorra. Übrigens die Bergwacht Lauf ist auch im Internet vertreten. Die Adresse lautet http://www.bergwacht-lauf.de , E-Mail bereitschaftsleiter@bergwacht-lauf.de
Bericht:
Jörg Häusler, Kdt. FF Vorra, E-Mail: j.haeusler@t-online.de
Fotos: Andrea Leiber |
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