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NÜRNBERGER LAND - Am 10.06.99 fand in der Stadthalle in Röthenbach/Pegnitz die Dienstversammlung der Kommandanten statt. Tagesordnung: 1. Begrüßung/Grußworte 1. Bericht
des Vorsitzenden
In einer Gedenkminute wurde den Kameraden gedacht, die seit der letzten Sitzung verstorben waren. Im vergangenen Jahr verunglückte der Kommandant der FF Püscheldorf Lutz Deumer bei einem Einsatz tödlich. Der ehemalige Kreisbrandinspektor Johann Kellner verstarb ebenfalls im vergangenen Jahr. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Kreisbrandrat herzlichst bei den zahlreichen Kameraden und auch Feuerwehren des Landkreises, die seinen Aufruf gefolgt sind, für die Familie des verstorbenen Kameraden Lutz Deumer zu spenden. Diese überwältigende Resonanz und die große Spendenbereitschaft zeige im besonderen Maße auf, welchen Stellenwert die Kameradschaft unter den Feuerwehren besitzt.
189 Fahrzeuge,
97 Anhänger, 152 Tragkraftspritzen, mehr als 340 Preßluftatmer und 900
Atemschutzmasken. Zum Besuch von Lehrgängen an den Landesfeuerwehrschulen merkte Pawelke an, daß es aufgrund der heutigen Arbeitsplatzsituation zunehmend schwieriger wird, Kameraden vom Arbeitgeber dafür freigestellt zu bekommen. Hier wolle man mit Hilfe der Unterstützung des Landesfeuerwehrverbandes versuchen, einen Lösungsansatz zu finden. Er apellierte auch an die Kommandanten, bei der Meldung von Ersatzteilnehmern für verhinderte Kameraden darauf zu achten, daß sie auch die notwendigen Qualifikationen erfüllen. Im Jahr 1998 wurden die Feuerwehren im Landkreis zu 1634 Einsätzen und zu 88 Fehlalarmen gerufen. 74 Sicherheitswachen wurden durchgeführt. Die Anzahl der Einsätze von 1997 wurde überschritten, besonders im Bereich der technischen Hilfeleistungen hat sich wieder eine Steigerung vermerken lassen. So nimmt nach Expertenmeinung die Anzahl an Hochwasser- und Unwettereinsätzen auch in Zukunft kontinuierlich zu. Mit der globalen Klimaänderung sind auch die Feuerwehren aufgefordert, ihre Ausbildung und Ausrüstung den neuen und kommenden Verhältnissen anzupassen. Im weiteren Verlauf ging der Kreisbrandrat noch auf die neue Form der Förderung im Feuerwehrwesen ein. Einzelförderungen sind demnach ab nächsten Jahr nur noch für Feuerwehrfahrzeuge, Tragkraftspritzenanhänger und Gerätehäuser möglich. Für alle anderen Anschaffungen erhalten die Gemeinden eine Pauschalförderung, deren Höhe sich u.a. nach der Einwohnerzahl und der Anzahl der Stellplätze berechnet. Diese Förderung darf aber von der Gemeinde nicht für den laufenden Unterhalt der Feuerwehren verwendet werden, sondern muß für Investitionen herangezogen werden. Unter diesem Aspekt empfahl er den Kommandanten, entsprechende Ausrüstung, die nicht unter die Bagatellgrenze fallen, noch heuer beschaffen zu lassen, um noch die volle Förderung von 35% zu erhalten. Der Neubau von Gerätehäusern ist durch diese Pauschalförderung nicht betroffen, doch auch hier gelten neue Richtlinien. Im Gegensatz zu früher, wo für die Höhe der Förderung die Gesamtfläche ausschlaggebend war, dient jetzt die Zahl der Stellplätze als Berechnungsgrundlage. Als untragbaren Zustand bezeichnete der Kreisbrandrat die Stellenkürzungen an den staatlichen Feuerwehrschulen. So mußten bereits Lehrgänge kurzfristig wegen Personalmangel abgesagt werden. Dies sei besonders ärgerlich, wenn Kameraden, die vom Arbeitgeber extra dafür freigestellt wurden, wieder heimgeschickt werden müssen. Hier werde man mit Nachdruck versuchen, dem Personalabbau entgegenzuwirken. Als letzten Punkt seines Berichtes kam der Kreisbrandrat auf das neue Fahrzeug für die Jugendfeuerwehren des Landkreises zu sprechen, das am 13.4.99 in den Dienst gestellt wurde (siehe Bericht Jugendfeuerwehren des Landkreises bekommen neues Fahrzeug ). Er dankte der Feuerwehr Ottensoos für die Unterbringung des alten Fahrzeuges während der letzten 10 Jahre sowie der Feuerwehr Schnaittach, bei der der neue Jugendbus nun untergestellt ist. Sein besonderer Dank galt den Landrat und seinen Mitarbeitern des Landratsamtes, die diese Anschaffung möglich gemacht haben. Das Fahrzeug kann von allen Jugendgruppen des Lankreises unentgeltlich über den Kreisbrandrat angefordert werden. Der 3. Punkt der Tagesordung konnte in mündlicher Form nicht abgehalten werden, da der Kreisjugendwart KBM Barth verhindert war. Den Kommandanten wurde der Bericht schriftlich vorgelegt: Die Personalentwicklung
bei der Jugendfeuerwehr, die im vergangen Jahr einen absoluten Höchstand
seit Beginn der Jugendarbeit erreicht hat, zeigt, daß die Jugendarbeit
im Nürnberger Land einen hohen Stellenwert zu verzeichnen hat.
Seit
1995 konnten 342 Jugendliche in die aktive Wehr übernommen werden. Im vergangenen
Jahr wurde den Jugendlichen auf Dienstbezirks- und Landkreisebene auch
ein abwechslungsreiches Programm geboten. So wurde ein Geländepsiel mit
der Jugendfeuerwehr Gera in Thüringen, ein Fortbildungslehrgang für Stadt-
und Kreisjugendfeuerwehrwarte, ein Landeszeltlager in Niederösterreich,
ein Pfingstzeltlager der Jugendfeuerwehr Gänserndorf (Niederösterreich),
das 11. Zeltlager der Jugendfeuerwehr des Lkr. Nürnberger Land, sowie
die Abnahme der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr angeboten.
Für ihre langjährigen Leistungen erhielten KBM Volkmar Lachmann,
Feuerwehr Feucht, die Ehrennadel
der Jugendfeuerwehr Bayern in Silber durch den Kreisjugendfeuerwehrwart
und den Kreisbrandrat verliehen.
Anschließend
ging KBM Geißler noch auf die kommenden Neuerungen, die sich im Bereich
der Leistungsprüfungen ergeben werden, ein. Kreisbrandrat Pawelke zeigte
sich erfreut über die Bereitschaft der Feuerwehrdienstleistenden, ihr
Können bei den Leistungsprüfungen unter Beweis zu stellen, denn mit den
steigenden Anforderungen an die Feuerwehren muß natürlich auch deren Leistungsstand
kontinuierlich wachsen. Besonders erwähnenswert sei auch, daß bei der
Stufe I ein Zuwachs von 70 Teilnehmer gegenüber den Vorjahr zu vernehmen
ist.
Nach
einer kurzen Pause wurde der Punkt "Verschiedenes" behandelt. Das Jahr-2000-Problem wurde ebenfalls behandelt: Die Feuerwehren bleiben von diesem Problem nicht verschont und schon heute sind Vorbereitungen für die Silvesternacht zu treffen, denn mit einer Zunahme von Einsätzen ist auf jeden Fall zu rechnen. Nach der Kommandantenversammlung schloß sich die Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes an. Der Vorsitzende Bernd Pawelke berichtete davon, daß bis auf eine Gemeinde alle Feuerwehren des Landkreises Mitglied im Kreisfeuerwehrverband sind. Leider war die Resonanz auf die jährlich durchgeführte Sammelbestellung des neuen Schutzanzuges "Bayern 2000" bisher sehr gering. Sollte hierfür kein Bedarf mehr bestehen, werde sich eine Sammelbestellung aufgrund zu geringer Stückzahlen in den nächsten Jahren kaum mehr lohnen. Der Kassenbericht, ebenfalls vorgetragen durch den Verbandsvorsitzenden Pawelke, weist eine solide Grundlage für die Arbeit des Kreisfeuerwehrverbandes auf. Der Kreisbrandrat bedankte sich abschließend bei den Anwesenden, wünschte ihnen einen gute Heimfahrt und beendete die Versammlung. Bericht,
Fotos und Grafiken: KFV Online
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