Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Tödlicher Verkehrsunfall durch Ausweichmanöver 04.08.1999

ALTDORF (DB3) - Ein Toter und jede Menge Sachschaden - das ist die Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls, zu dem die FF Altdorf am 7. Juli 1999 alarmiert wurde. Ein schlingernder Imbissanhänger befuhr die Autobahn A3 in Richtung Regensburg, als er in Höhe des Kilometers 412,0 von einem herannahenden LKW zu spät erkannt wurde. Der LKW versuchte noch ein Ausweichmanöver auf die Überholspur, erfaßte dabei aber den Imbißanhänger und zerstörte diesen komplett. Der Anhänger riß vom Zugfahrzeug (PKW) ab und wurde über die Leitplanke in die Böschung bzw. den Fahrstreifen rechts neben der Fahrbahn geschleudert.

Ein von hinten herannahender Geldtransporter wurde vom ausweichenden LKW geschnitten und erfaßt. Der Geldtransporter berührte den LKW-Auflieger, krachte in die Leitplanke und wurde dann wieder vom LKW-Auflieger erfaßt und ca.150 Meter mitgeschleift. Dadurch wurde die komplette Beifahrerseite des gepanzerten Fahrzeuges zerstört und der Beifahrer in seinem Fahrzeug schwer verletzt eingeklemmt. Er verstarb noch an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen. Der Fahrer erlitt Verletzungen im Gesichtsbereich.

Der verunfallte Geldtransporter

Der zuerst an der Einsatzstelle eintreffende Rettungsdienst veranlaßte die Alarmierung der Feuerwehr Altdorf mit Rettungsgerät zu diesem VU: Sie rückte mit dem Mehrzweckfahrzeug (11/1), dem LF 16/12 und dem RW 2 zur Einsatzstelle aus und fand folgende Lage vor: Das vollkommen zerstörte Gespann des Imbissanhängers mit seinem Zugfahrzeug, das die Standspur blockierte, ca. 50 m danach einen Geldtransporter an der Leitplanke der Überholspur stehend und in dem der Beifahrer schwer eingeklemmt war - der Fahrer war zu diesem Zeitpunkt bereits befreit. Weitere 150 m vorne stand am Standstreifen ein LKW mit zerstörten Führerhaus. Für den Beifahrer des Geldtransporters kam jede Hilfe zu spät, so daß durch die Polizei ein Sachverständiger zur Unfallstelle beordert wurde.

 
Der Imbissanhänger wurde vollkommen zerstört.
 

Die Feuerwehr erhielt den weiteren Auftrag, die Unfallstelle großflächig auszuleuchten. Deshalb wurde der GW-G mit dem 3. Lichtmast an die Einsatzstelle nachgefordert. Mit 3 Lichtmasten und 2 Stativen konnte die Einsatzstelle auf die ganze Länge gut ausgeleuchtet werden. Der Geldtransporter wurde sofort nach Freigabe des Sachverständigen per Abschleppwagen und Polizeibegleitung zur Autobahnpolizeistation (APS) nach Altdorf verbracht, wo der Inhalt (Bargeld in 7stelliger Höhe) in ein Ersatzfahrzeug umgeladen wurde.

Nach 3 Stunden konnte eine Fahrbahn in Richtung Regensburg wieder für den Verkehr freigegeben werden. Zur Bergung der verunfallten Fahrzeuge sowie der Überreste wurde die Autobahnmeisterei Neumarkt verständigt, die FF Altdorf machte mit der Seilwinde des Rüstwagens den LKW wieder fahrtüchtig, indem sie den verbogenen Radkasten auf der Beifahrerseite wieder herausgezog. Nachdem die Autobahn von den Unfallspuren gereinigt war, wurde nach insgeamt fünfeinhalb Stunden die Fahrbahn für den Verkehr wieder komplett freigegeben.

 
Der Einsatz zog sich bin die Morgenstunden hin.
Deutlich erkennbar das Ausmaß des Unfalls.
 

 

Bericht und Fotos:
Bernd Bayerlein (E-Mail: Bernd.Bayerlein@lau-net.de)
FF Altdorf

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