Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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THL-Übung der Feuerwehr Burgthann 20.10.1999

BURGTHANN - Mit einer heiklen Übungs-Einsatzlage wurde die Freiwillige Feuerwehr Burgthann vergangenen Sonntag, den 17.10.1999 bei ihrer letzten Gesamtübung von den THL-Gruppenführern Gerald Weth und Matthias Kuhn überrascht.

Den anrückenden Kräften bot sich folgende Lage: Ein schwerer Bundeswehr-LKW war mit dem linken Vorderrad auf Motorhaube und Windschutzscheibe eines eingequetschten BMW zum Stehen gekommen, der PKW-Fahrer war im Fahrzeug hinter dem Steuer eingeklemmt. Der mit dem Kommandanten im LF16 als erstes am Unfallort eintreffende Burgthanner Feuerwehrarzt Dr. Alexander Ebert und der zeitgleich hinzustoßende Rettungssanitäter Helmut Simbeck von der BRK Bereitschaft Altdorf nahmen die erste Erkundung vor.

Für den Erstzugang des Notarztes zum Patienten wurden die Seitenscheiben mit dem Glasmaster entfernt. Anschließend wurde das Fahrzeug unterbaut.

Nach Lage der Dinge wurde entschieden, zuerst mittels Schnellangriff den Brandschutz sicherzustellen und dann umgehend mit bordeigenem Glasmaster einen Erstzugang für den Rettungsdienst zu der lebhlosen Person zu schaffen sowie dem Opfer zur Sicherung der Wirbelsäule ein Stifneck ("Halskrause") aus dem LF16 anzulegen.

Sodann wurde der LKW mit Büffelheber und Holzkeilen gegen weiteres Nachdrücken gesichert.

Der schwere LKW wurde gegen Nachdrücken gesichert.

Die schwierige Aufgabe der Personenbefreiung erhielt der Gruppenführer des ebenfalls angerückten Burgthanner LF8 zugeteilt, welches für diese Übung statt der üblichen TS 8 eine von den Altdorfer Kameraden ausgeliehene Rettungsschere verlastet hatte. Mit dieser hatte die Burgthanner Technische-Hilfekeistungsgruppe bereits auch mehrmals geübt, so dass diese Arbeit nicht mehr ganz neu war. Da durch Feuerwehrarzt und Rettungsdienst das Opfer mittlerweile stabilisiert war, entscheid man sich für die schonende Rettung des Verunfallten mittels "Dach ab" und Entnahme mit der Trage nach der "Methode Dr. Friedrich", was in Anbetracht der widrigen Umstände sehr gut klappte.

Zur schonenden Rettung des Patienten wurde mit technischen Gerät das Dach des verunfallten PKW entfernt.

Ist der Zugang geschaffen, kann der Patient im Einvernehmen mit dem Notarzt wirbelsäulenschonend nach hinten auf die Schaufeltrage gezogen werden.

Besonderer Dank ist an dieser Stelle vor allem den Herren Singer und Back vom Regiment 26 der Bundeswehr in Roth, der BRK-Bereitschaft Altdorf sowie den Kameraden der FFW-Altdorf zu sagen, welche diese sehr gut organisierte Übung durch ihre Unterstützung erst möglich gemacht haben !




Bericht: Karl-Heinz Brunner, Kdt. FF Burgthann
Fotos: Gerald Weth, FF Burgthann

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