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FEUCHT (DB3) - Zu einem Schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der A9 wurde am 21.04.2000 um 23.20 Uhr die Feuerwehr Feucht alarmiert. Auslöser des Unfalls war ein 20jähriger PKW-Fahrer, der vermutlich aus Suizidabsicht die Autobahn entgegen der Fahrtrichtung befuhr und dabei mit einem LKW frontal zusammenstieß. Die FF Feucht rückte mit ELW, RW, GW, LF16 und VSA aus. Durch das hohe Verkehrsaufkommen durch die bevorstehenden Osterfeiertage hatte sich bereits ein kilometerlanger Stau gebildet.
An der Einsatzstelle zeigte sich der Grund für die total gesperrte Autobahn: Links an der Mittelleitplanke stand ein stark verformter PKW (Golf), rechts am Seitenstreifen und teilweise im Gelände stand ein LKW, die Fahrbahnen dazwischen waren mit Fahrzeugtrümmern übersät. Der anwesende Notarzt konnte nur noch den Tod des PKW-Fahrers feststellen, der LKW-Fahrer stand unter Schock. Sein Fahrzeug war ebenfalls stark beschädigt. Allerdings lief kein Treibstoff oder Öl aus. Da erkennbar war, dass die Bergungs- und Aufräumungsarbeiten länger dauern werden wurde von Anwesenden OrgL die SEG Staubetreuung der BRK aus Röthenbach/Pegnitz alarmiert. Der im PKW fahrende Geisterfahrer hatte - vermutlich mit Suizid-Absicht - auf der Autobahn bereits mehrere Kilometer ohne Licht und mit hoher Geschwindigkeit zurückgelegt bevor er frontal auf den ersten LKW eines Konvois aufprallte. Der LKW-Fahrer hatte keine Möglichkeit mehr, den Unfall zu verhindern. Weitere Fahrzeuge waren zu diesem Zeitpunkt nicht unterwegs.
Die Feuerwehr übernahm die Beleuchtung der weitläufigen Unfallstelle und zeitweise die Absicherung der Fahrbahn auf der anderen Seite, denn dort war ein anderes Fahrzeug von herumfliegenden Trümmern beschädigt worden. Die Person wurde von der Feuerwehr aus den Fahrzeug geborgen. Außerdem unterstützte die Feuerwehr die BeamtInnen der VPI Feucht bei der letztlich erfolglosen Suche nach einem vermuteten Abschiedsbrief. Da eine große Zahl von Gaffern an der Einsatzstelle herumliefen wurde die Feuerwehr von der Polizei beauftragt, Absperrmaßnahmen einzuleiten und alle Gaffer von der Einsatzstelle fernzuhalten.
Der
fahruntüchtige LKW wurde von einem Rother Spezialunternehmen mit aufwendigen
technischen Hilfsmitteln abgeschleppt. Nach der Reinigung von Fahrbahn,
Mittel- und Seitenstreifen wurde die Fahrbahn nach 2 ½ Stunden wieder
freigegeben. |
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