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Übergabe des neuen LF 8/6 und Tag der offenen Türe 13.09.2001

 

HAPPURG (DB1) - Als optimale technische Ausrüstung, die es erlaubt, mit allen Herausforderungen fertig zu werden bezeichnete Bürgermeister Walter Löhner die Neuanschaffung für die Happurger Feuerwehr. In einer Feier, verbunden mit einer kirchlichen Weihe, übergab er den Retungskräften ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 - laut Peter Nespor von der Herstellerfirma derzeit das modernste Gefährt dieser Art im Nürnberger Land.

Löhner betonte, dass Happurg sich mit dem Neuerwerb keinen Luxus leite. Vielmehr handle es sich um eine dringend notwendige Ersatzbeschaffung. Kein Pappenstiel , nannte das Gemeindeoberhaupt die Kosten von 380.000 Mark (129.000 Mark erhält Happurg an Zuschüssen zurück), doch rechtfertige der Schutz der Bevölkerung diese Ausgabe: "Sicherheit verdient Vorrang gegenüber allen anderen Überlegungen". Eine Reparatur des 28 Jahre alten Vorgängermodells rentiere sich wegen etlicher Defekte und Rostschäden aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr.

Kurz stellte Rainer Müller, der Kommandant der Happurger Einsatzkräfte das neue LF 8/6 vor. Es bietet Platz für neuen Personen. Die Zahl 8 steht für eine Pumpenleistung von 800 Litern pro Minute. Die "6" heißt, dass 600 Liter Wasser für ein schnelles Eingreifen mitgeführt werden. Zur Ausrüstung gehören mehrere hundert Meter Schlauch, darunter ein 50 Meter langer "Schnellangriffsschlauch", ein Drucklüfter, Schaummittel, Heckpumpe, Stromerzeuger und auch vier Steckleiterteile, die bis in den zweiten Stock eines Hauses reichen. Schere und Spreizer ermöglichen auch technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen.

 

 

  "Den Bürgern wird ein Schutz geboten, der der heutigen Zeit entspricht", gratulierte KBR Bernd Pawelke auch im Namen von Landrat Helmut Reich. Kein Mensch könne ohne Technik retten, löschen oder jemanden aus einem Fahrzeugknäuel befreien. Pawelke prophezeite seinen Happurger Kameraden mehr Ausbildungsstunden in den nächsten Wochen, um sich auf die neuen Gerätschaften einzustellen.

Die Pfarrer Wolfgang Schiffner und Karl Schmidt erteilten dem Löschgruppenfahrzeug den kirchlichen Segen. Mite dem biblischen Gleichnis vom barmherzigen Samariter verdeutlichten die beiden Geistlichen, dass die beste Ausrüstung ohne den selbstlosen Dienst der Feuerwehrler für Menschen in Not wertlos sei. Walter Löhners besonderer Willkommensgruß hatte einer Abordnung der Happurger Partnerwehr aus Kaltenhof, einem Ortsteil von Dänischenhagen, gegolten.

Die "Nordlichter" brachten auch ein Geschenk mit: Bürgermeister Horst Mattig und Wehrführer Klaus Stache überreichten ihren Kameraden 50 Liter Flensburger Bier. Mit einem musikalischen Schmankerl ließ die örtliche Feuerwehrkapelle den offiziellen Teil gekonnt ausklingen: Der nach Dänischenhagen "ausgewanderte" Happurger Helmut Schmidt hatte das Frankenlied und die Schleswig-Holstein-Hymne zu einem Marsch zusammengemixt.

Tag der offenen Türe

Beim diesjährigen doppelten Tag der offenen Tür konnten die Besucher bereits am Samstag das neue Löschfahrzeug der Happurger Wehr bestaunen. Am Abend sorgten die Euro Allrounds für eine tolle Stimmung im Festzelt. Gefeiert wurde mit den Kameraden aus Kaltenhof bis spät in die Nacht.

Trotz des anhaltenden Regens ließen sich die Besucher auch am Sonntag nicht abhalten, der Feuerwehr einen Besuch abzustatten, um sich über die neue Technik des Allrad-Fahrzeuges zu informieren.
Besonders interessant war für die Besucher die neu enthaltene Geräte zur techn. Hilfeleistung, wie Rettungsschere und Rettungsspreizer.

Gegen Mittag wurden die Gäste der Partnerwehr aus Kaltenhof (Ortsteil von Dänischenhagen) vom Vorstand Leonhard Müller mit dem Versprechen verabschiedet, dass sich auch die Happurger demnächst einmal im hohen Norden sehen lassen werden.


Am Nachmittag maßen sich die Happurger Vereine wieder bei der FFW Vereinsolympiade: Bei verschiedenen Disziplinen wie z.B. Schlauchkegeln und Wettnageln zählte vor allem die Geschicklichkeit. Als beste Mannschaft erwies sich der Verschönerungsverein Happurg.
Auch die Kleinsten kamen, bei einer Fahrt im neuen Auto voll auf Ihre Kosten.

Rechtzeitig zum Fest wurde von den Feuerwehrlern die Außenfassade samt Schiebetore renoviert. Neu gestaltet wurde außerdem ein Mehrzweckraum, welcher unter anderem für die Pflege der Atemschutzgeräte dient. Dies alles war möglich durch die Eigenleistung der Wehrmänner und die finanzielle Unterstützung der Gemeinde.

Bericht und Fotos: Thomas Loos, FF Happurg

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