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Kommandantenversammlung im Dienstbezirk 1 |
17.1.2012 |
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HERSBRUCK (DB1) - Am 10.12.2011 fand Hersbrucker Sparkassensaal unter Leitung von Kreisbrandinspektor Herrmann die alljährliche Dienstversammlung der Kommandanten im Dienstbezirk 1 statt.
KBI Herrmann konnte in den Räumlichkeiten der Sparkasse neben den geladenen Kommandanten und Mitgliedern der Kreisbrandinspektion auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Landrat Armin Kroder, den Bürgermeister von Hersbruck, Robert Ilg, sowie Vertreter von Polizei, THW und Rettungsdienst.
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Landrat Armin Kroder ging in seinem Grußwort auf die unter anderem durch die demographische Entwicklung bedingte Veränderung der Einätze im letzten Jahr ein. Zum Einen werden es immer mehr Einsätze, zum Anderen werden diese immer komplizierter. So gibt es beispielsweise immer mehr Einsätze, bei denen es um die Rettung von älteren Personen geht.
Nichts desto trotz hofft er, dass die Feuerwehren für 2011 auf ein gutes Jahr zurückschauen, was ja der Fall wäre, wenn die Zahl der positiven Erlebnisse die der negativen überwiegen würden.
Auch die Einführung des Digitalfunks spielte in der Rede des Landrats eine Rolle. Hier ging er kurz auf die Zusammenarbeit von Bund und Ländern ein und hofft, dass die Umsetzung des schon lange geplanten Digitalfunks in angemessener Zeit umgesetzt werden könne. Um dies zu einem bestmöglichen Preis umsetzen zu können, sei eine gemeinsame Ausschreibung der Endgeräte unumgänglich.
Außerdem wurde die Schaffung weiterer Kreisbrandmeister-Stellen im Landkreis in Aussicht gestellt. Dies wäre notwendig, um dem Bildungsauftrag der Feuerwehren gerecht werden zu können.
Abschließend wünschte er den anwesenden Kameraden und Ihren Familien für das Jahr 2012 alles Gute, viel Glück und Gesundheit. |
Der Bürgermeister der Stadt Hersbruck, Robert Ilg, unterstrich in seiner Rede das hohe Ansehen der Feuerwehr in der Bevölkerung. Dies führe auch dazu, dass sich die Bürger geborgen fühlen.
Wunsch Ilgs ist es, dass die Jugendarbeit in der Feuerwehr weiterhin einen so hohen Stellenwert haben wird, wie dies aktuell schon der Fall ist. Nur so könne die Arbeit genauso erfolgreich fortgeführt werden. |
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Die Leiter der Polizeiinspektion Hersbruck, Polizeihauptkommissar Hans Meixner, erkannte auch im letzten Jahr einen kontinuierlichen Anstieg der Einsatzzahlen und der dafür benötigten Man-Power.
Auch große Einsätze wie das Unwetter rund um Thalheim hätten auch 2011 wieder gezeigt, wie hervorragend die Zusammenarbeit der einzelnen Hilfs- und Rettungsorganisationen klappt.
Dies hatte sich auch beim Brand in Neuhaus gezeigt, wo nicht nur Kräfte aus dem Landkreis Nürnberger Land sondern auch aus den Landkreisen Bayreuth und Auerbach beteiligt waren.
Die gute Zusammenarbeit ist auch dann besonders hilfreich, wenn Einsätze mit tödlichem Ausgang zu absolvieren waren. Hier helfe der enge Zusammenhalt der großen Blaulichtfamilie. |
Der Leiter der BRK-Bereitschaft, Manfred Woller kündigte auch für 2012 an, lieber mit Essen helfen zu wollen, als verletzte Kammeraden betreuen zu müssen. |
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Der Leiter des THW Nürnberger Land, Markus Sperber konnte für 2011 von 17 Einsätzen seiner Mannen berichten. Zusätzlich waren 33 Wehren aus dem Landkreis in der Atemschutzübungsstrecke des THW zu besuch.
Eine große Herausforderung stellt aktuell die Abschaffung der Wehrpflicht dar, welche aber auch gemeistert werden wird. |
Kreisbrandrat Norbert Thiel begann seine Rede mit einem Dank für eine zehnprozentige Steigerung der Fördersätze für das Jahr 2012, für die sich auch die kommunalen Spitzenverbände massiv eingesetzt hatten.
Wegen der anhaltend geringen Zuteilung von Lehrgangsplätzen an den staatlichen Feuerwehrschulen sollen in den kommenden Jahren mehr Schulungen im Landkreis auf Standortebene stattfinden. Neben Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber würde dies auch die kommunalen Kassen entlasten. Ein entsprechendes Konzept befindet sich derzeit in Vorbereitung, für dessen Ermöglichung sich Thiel beim Landkreis bedankte. |
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Im Anschluss an die Grußworte folgte der Bericht des Kreisbrandinspektors Holger Herrmann.
Er unterstrich, dass bei den Einsätzen im Jahr 2011 die Zusammenarbeit der Organisationen optimal funktioniert hat, und dass auch die Unterstützung der Bevölkerung vorbildlich war.
Der Einsatz beim Brand in Neuhaus habe gezeigt, dass die demografische Entwicklung neue Einsatztaktiken erfordere.
Im abgelaufenen Jahr wurde unter anderem die Inspektion der Wehren des Dienstbezirks eingeführt. Hierdurch wurden in den letzten Monaten mehr Wehren besucht.
Eine weitere Neuerung stellt der Ausbildungskatalog dar. Hierdurch wurde die Schulung von mehr als 350 Kameraden mit insgesamt mehr als 1.750 Stunden ermöglicht. Bei den Schulungen handelt es sich ausschließlich um Schulungen, die über die Standardschulungen hinausgehen. Hierfür richtete Herrmann seinen Dank an alle Ausbilder und Teilnehmer aus.
Auch die Ausbildung der Unterstützungsgruppe in Zusammenarbeit mit der Führungsgruppe war in den letzten Monaten ein wichtiger Teil seiner Aufgabe, wodurch ein schlagkräftiges Team gebildet werden konnte.
2011 rückten die Wehren des Dienstbezirks 1 zu insgesamt 370 Einsätzen aus. Diese teilen sich auf 72Brände, 64 Technische Hilfeleistungen, 25 Verkehrsunfälle und 57 Unwettereinsätze auf. Zusätzlich wurden 15 Personen mittels Drehleiter gerettet.
Der Personalstand wurde mit 1.753 aktiven Kameradinnen und Kammeraden beziffert. Hiervon gehören 238 den Jugendfeuerwehren an.
Der Dienstbezirk verfügt aktuell über 70 Fahrzeuge sowie 25 Anhänger. |
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Im Anschluss an den Bericht des Kreisbrandinspektors folgte der Bericht des Ausbildungsleiters KBM Wolfgang Werthner. Dieser konnte für das abgelaufene Jahr von zwei Truppmannlehrgängen Teil 1 mit 24 ausgebildeten Kameraden und einem Truppmannlehrgang Teil 2 mit 6 Teilnehmern berichten. Zusätzlich wurden 29 Truppführer in zwei Lehrgängen ausgebildet.
Abschließend appellierte Werthner die Ausbildungen zeitgemäß durchzuführen. Für Fragen stünden hier gerne die Spezialisten der Fachbereiche zur Verfügung. |
KBM Roland Weidinger, Ausbilder für Maschinisten und Sprechfunk, konnte von einer Maschinistenfortbildung mit acht Teilnehmern berichten. 2012 wird diese Ausbildung im Dienstbezirk nicht angeboten.
Zusätzlich fand eine Maschinistenausbildung mit acht Teilnehmern statt. Es wurde auch nochmals darauf hingewiesen, dass die Ausbildungen zum Truppmann, Funksprechzeugnis und die entsprechende Fahrerlaubnis zwingende Voraussatzung für die Zulassung zum Lehrgang seien.
Für das Jahr 2012 sind zwei Lehrgänge zum Maschinisten geplant.
Das Sprechfunkzeugnis wurde 2011 von 102 Feuerwehrdienstleistenden abgelegt, sieben Mal sogar mit 0 Fehlern. Die nächste Sprechfunkausbildung ist für 2013 geplant.
Zusätzlich soll wird im kommenden Jahr die Ausbildung für Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von 4,75t angeboten. Bei Interesse soll sich hier an KBM Weidinger gewendet werden. Notwendige Voraussetzung hierfür sind die entsprechende Fahrerlaubnis sowie das tatsächliche Gesamtgewicht des Fahrzeugs.
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Der für den Bereich Atemschutz zuständige KBM, Armin Herger, konnte von einer Ausbildung mit zwölf Teilnehmern berichten. Zwei weitere Ausbildungen mussten mangels Teilnehmern abgesagt werden. Somit verfügt der Dienstbezirk aktuell über 281 Atemschutzgeräteträger.
Grund für die aktuell geringe Zahl an Geräteträgern sei, dass die Abnahme der G26 nicht auf Anhieb bestanden werde.
Die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger wurde im abgelaufenen Jahr komplett überarbeitet, so gehört nun unter anderen der Besuch des Brandcontainers der Berufsfeuerwehr Nürnberg zum Programm.
Für 2012 werden nur Besuche der Atemschutzstrecke in Feucht zur Verfügung stehen, da die Strecke des THW in Lauf renoviert wird.
Eine weitere Neuerung für 2012 soll ein neu geschaffener Atemschutz-Wettbewerb sein. Die Planungen hierfür laufen bereits. |
Oberschiedsrichter Norbert Bundil konnte von 16 Feuerwehren mit 34 Gruppen und 306 Teilnehmern der Abnahme des Leistungsabzeichens in Technischer Hilfeleistung und von zwölf Feuerwehren mit 20 Gruppen und 100 Teilnehmern der Abnahme des Leistungsabzeichens Wasser berichten.
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Der Jugendbeauftragte, KBM Torsten Brunner, berichtete über 30 Jugendgruppen mit insgesamt 238 Jugendlichen. Hiervon sind 63 Mädchen. Bei Bedarf kann bei KBM Brunner ein Infostand ausgeliehen werden, um für Jugendgruppen in der Feuerwehr zu werben.
Ein großer Erfolg 2011 war die Durchführung des Kreisfeuerwehrtags in Neunkirchen am Sand mit über 400 Teilnehmern bei dem 148 Jugendliche das Jugendleistungsabzeichen erfolgreich ablegten. Die Durchführung des Wissenstests in Hersbruck mit 154 Teilnehmern aus 19 Feuerwehren rundete das Programm ab. |
Kreisbrandinspektor Bernd Haslinger aus dem Bereich Funk lobte die Ausbildung, die Ausbilder sowie alle Teilnehmer für die erfolgreiche Abnahme des Funksprechzeugnisses. Die Abnahme des Zeugnisses wird nach interner Absprache auch weiterhin im Landratsamt stattfinden.
Auch mit dem Digitalfunk geht es weiter voran. Mittelfranken wird hier in der Erprobung Vorreiter. Details hierzu folgen, sobald das zeitliche Konzept steht.
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Der für die Einsatznachbereitung zuständige KBM, Peter Kölbl dankte allen Teilnehmern der ELDIS-Schulungen. Außerdem bat er um die Meldung von Fahrzeugänderungen, da diese sonst nicht in die Berichte aufgenommen werden können. |
Als nächster Tagesordnungspunkt standen die Bekanntgaben des Kreisbrandrates an. KBR Norbert Thiel wies auf eine Werbekampagne zum Thema demografische Entwicklung hin, die in den nächsten drei bis vier Jahren auf mehreren Ebenen stattfinden wird. Dies wäre notwendig, da die Zahl älterer Menschen, die unsere Hilfe benötigen zunehmen wird. Auf diese Entwicklung müsse man sich technisch und psychisch vorbereiten.
Im Frühjahr nächsten Jahres erfolgt eine Umstellung des Alarmplans die Erleichterung und Übersicht für alle bringen soll.
Da die Anzahl der Brandmeldeanlagen im Landkreis stetig zunimmt, solle von der Möglichkeit zur Schulung auf diesem Thema unbedingt Gebrauch gemacht werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass Brandmeldeanlagen zu Übungen keinesfalls auszulösen sind.
Auch im Bereich Motorkettensägen wird im kommenden Jahr durch den Forst wieder eine Ausbildung ermöglicht.
Allgemein wird die Ausbildung zukünftig in Modulbauweise und Gemeindeübergreifend aufgebaut.
Abschließend bedankte sich KBR Thiel bei allen für die geleistete Arbeit und bat darum die Arbeit der Ausbilder mit Leben zu füllen.
Im Schlusswort bedankte sich KBI Herrmann für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und die große Kameradschaft. Er appellierte an alle Anwesenden die gesteckten Ziele gemeinsam in Angriff zu nehmen, da sie nur so zu erreichen wären. Hierbei müsse immer bedacht werden, dass die Arbeit grundsätzlich ehrenamtlich sei und in der Freizeit stattfinde.
Ein besonderes Augenmerk der Arbeit müsse hierbei in den nächsten Jahren auch der Jugendarbeit gelten.
Abschließend bedankte sich KBI Herrmann noch für die geleistete Arbeit der Ausbilder, aller Feuerwehrler sowie deren Ehefrauen für ihr Verständnis.
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Bericht und Fotos: KFV-Online |