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HAPPURG - Am 25. Januar 2012 führten die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Happurg und die Feuerwehr Hersbruck im E.ON Wasserkraftwerk in Happurg eine gemeinsame Übung durch. Die Sanierungsmaßnahmen, welche E.ON Wasserkraft am Oberbecken bei Deckersberg derzeit durchführt, sind sicherlich mittlerweile für jeden ein Begriff. Den wenigsten Bürgern dürfte jedoch bekannt sein, dass E.ON im Zuge der Sanierung des Oberbeckens auch die gesamte Technik im eigentlichen Kraftwerk in Happurg unter die Lupe nimmt und aufwendig inspiziert und saniert. Dort werden nun Schritt für Schritt sämtliche Turbinen und Pumpen zerlegt, begutachtet, gewartet und falls notwendig sofort instandgesetzt. Auch die Rohrleitungen, welche Wassermengen von bis zu 90m3 pro Sekunde vom oberen Becken zu den Turbinen im Kraftwerk fördern, werden in diesem Zuge saniert. Es bot sich deshalb für die Verantwortlichen von E.ON Wasserkraft und der FF Happurg an, die alljährlich stattfindende Übung diesmal unter besonderen Umgebungsbedingungen abzuhalten. Zu der gemeinsamen Übung konnten die Verantwortlichen ca. 80 Feuerwehrfrauen und -männer der Feuerwehren Hersbruck, Happurg, Kainsbach, Schupf, Förrenbach und Thalheim sowie das Betriebspersonal des Kraftwerkes begrüßen. Zusammen mit dem Kraftwerksleiter Manfred Meyer, Kreisbrandinspektor Holger Herrmann und dem Kommandanten der FF Happurg, Thomas Loos, wurde unter der Federführung des Kreisbrandinspektors ein realistisches Übungsszenario festgelegt. Es galt, in einer der beiden Rohrleitungen - welche einen Innendurchmesser von 1,80 m bis 3,70m aufweisen, eine Person zu finden und zu retten. Zu Übungsbeginn wurde den anwesenden Gruppenführern der Wehren nun, in der Reihenfolge des wahrscheinlichen Eintreffens am Einsatzobjekt, das Übungsziel und die individuelle Aufgabe erläutert. Die Feuerwehren aus Happurg, Kainsbach und Hersbruck erhielten die Aufgabe, die Person (Übungspuppe) in der ca. 850m langen horizontal begehbaren Rohrleitung mit schwerem Atemschutz zu suchen und zu retten. Die anderen anwesenden Feuerwehren waren damit beschäftigt, mit mehreren Tragkraftspritzen eine Wasserversorgung für die Rettungstrupps aus dem nahegelegenen Bach aufzubauen sowie die Rohrleitung am Einstieg und an einer Revisionsöffnung auszuleuchten. Insgesamt 4 Atemschutztrupps begaben sich zeitlich versetzt mit Löschgerät und Krankentragen auf den Weg in die lange dunkle Röhre. Bereits die ersten beiden Trupps konnten die "Übungspuppe" nach ca. 400m Entfernung vom Einstieg entfernt lokalisieren und zeitnah wieder zurück zum Einstiegspunkt bringen. Bei der äußerst realistischen Einsatzübung - darüber waren sich alle Teilnehmer einig - galt es auszutesten, inwieweit der Funkverkehr zu den Atemschutztrupps in der Röhre aufrechterhalten werden kann und welche Entfernungen die Einheiten in der Röhre mit schwerem Atemschutz und unter Belastung zurücklegen können. Aufgrund der bei der Übung gemachten Erfahrungen, so KBI Herrmann, können wertvolle Erkenntnisse für einen eventuellen Ernstfall gezogen werden. Der Kraftwerksleiter Hr. Meyer bedankte sich bei allen Übungsteilnehmern und lud danach zu einer gemeinsamen Brotzeit im Maschinenhaus und zu Führungen im Kraftwerk ein. Natürlich durften nach Übungsende auch alle interessierten "Nicht-Atemschützler" sich die Rohrleitung noch von innen ansehen. |
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